Prävention: Entspannungsverfahren

Entspannungsverfahren sind übende Verfahren zur Verringerung körperlicher und geistiger Anspannung.

Genauso wie Körper und Seele auf manche Faktoren mit Anspannung und Alarmbereitschaft reagieren, werden sie durch andere zum Loslassen und Entspannen angeregt.

Über die Fähigkeit körperlich zu entspannen und gedanklich abzuschalten, verfügt jeder Mensch. Diese Fähigkeit ist eine grundlegende Bewältigungsmöglichkeit bei Belastung und ist trainierbar. Erforderlich dafür ist, wie bei der Ausbildung jeder anderen Fähigkeit, die regelmäßige Übung.

Viele Menschen haben das Gespür für körperliche Anspannungsprozesse verloren. Sie nehmen sie erst wahr, wenn sich bereits Symptome (Kopf- und Nackenschmerzen, Magenbeschwerden, Augendruck, Schlafstörungen, etc) zeigen. Deshalb ist ein wesentliches Ziel von Entspannungsverfahren, die Wahrnehmung für diese Prozesse zu sensibilisieren, wieder mehr im Kontakt mit dem eigenen Körper zu sein – Bewusstheit und Achtsamkeit zu fördern.

Regelmäßiges Praktizieren von Entspannungsübungen führt nachweislich zum Abbau einer körperlichen Übererregung und Linderung funktioneller Beschwerden. Das Training bewirkt darüber hinaus auf der psychischen Ebene ein Erleben von Ruhe und Gelassenheit und damit  geistige Frische und Erholung. Nicht selten führt es auch zu mehr Selbstsicherheit und verringert Ängstlichkeit und Deprimiertheit.

Die Fähigkeit zum Entspannen kann als kurzfristige Bewältigungsstrategie in aktuellen Belastungssituationen eingesetzt werden. Sie kann eine stärkere problembezogene Auseinandersetzung vorbereiten bzw. erst ermöglichen.

Entspannung kann das Gefühl der Kontrolle in diversen Situationen erhöhen und damit zu geringerer Verwundbarkeit und höherer Belastbarkeit führen.

Im Folgenden möchten wir einige Verfahren zur Entspannung vorstellen. Alle Verfahren lassen sich mittels verschiedener Medien selbst erlernen. Wir empfehlen allerdings das Üben in einer Gruppe. Vorteile sind: neue soziale Kontakte und professionelle Anleitung. Außerdem fördert die Teilnahme an einem Kurs die Verbindlichkeit und motiviert, dabei zu bleiben. Viele Krankenkassen übernehmen einen großen Anteil der Kurskosten. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.